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Titel:
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Schultheater | Autorenkommentar: |
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Autor:
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Ashray |
Die Yamis haben immer noch Nachholbedarf und sind hin und her gerissen zwischen einer Schulaufführung,bei der sie mitmachen müssen,um ihren Hikaris das Nachsitzen zu ersparen;und besagte Hikaris in der nächsten dunklen Ecke zu vernaschen. Fortsetzung von ‘Ich hasse Montage’. Es gibt Romanik; Lehrer, Schüler und Anzu werden bedroht und/o ... |
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Fandom:
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Yu-Gi-Oh! | |
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Einstufung:
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PG-16 | |
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Genre: |
Action - Romantisch - Komödie | |
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Warnungen: |
limone silly sap | |
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Pairing:
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Yugi x Yami, Ryou x Bakura,Malik x Marik, Joey x Kaiba | |
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Geladen: |
438 mal | |
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Kapitel online seit: |
08.08.2009 | [Leserkommentare] ---- [TXT] |
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Title: 4. Schicksalsschläge 1 Autor: Ashray Pairing: YYY BR MM KJ Summary: Keine Panik, das klingt dramatischer als es ist, ist eigentlich eine ganz witzige Geschichte...! Wenn man es aus der Sicht eines Yamis sieht... Endlich ist es soweit, die Yamis dürfen sich um die Lehrerin kümmern und übernehmen dann das Kommando über das Theaterstück. Und sie haben den Film gesehen, mit Explosionen und allem...(Gott stehe der Schule bei, und allen ihren Schülern) Sorry das es dieses Mal so lange gedauert hat, aber das ist das längste Kapitel bisher, und mit etlichen Flashbacks, weil mir dauernd, wenn ich dachte ich währe fertig, doch noch eine Kleinigkeit hier und da eingefallen ist, wenn ich’s noch ein letztes Mal durchgelesen habe. Das mach ich nämlich immer, bevor ich was online stelle, und da hab ich dann halt dauernd daran rumgefeilt... Und damit sag ich auch schon: Viel Spaß mit dem nächsten Kapitel!!!! ---------------------------- Schicksalsschläge ------------------- Joey, Yugi und Ryou gingen wieder einmal gemeinsam den schicksalhaften Gang entlang zu der Klasse, in der sie die anderen zum Nachsitzen treffen sollten. Yugi und Ryou waren ‘etwas’ beunruhigt, denn ihre Yamis waren seit heute morgen, seit ihrer Ankunft in der Schule, nicht auffindbar. Kein Wort, kein Ton war von ihnen zu hören, sie hatten sich nicht gemeldet und sehen lassen, aber es war auch nichts davon zu hören, das sie wieder mal was angestellt hätten, da war kein Feueralarm losgegangen, und die Rettung war heute auch noch nicht da gewesen. Also war es bis jetzt eigentlich ein ganz guter Tag gewesen. (Wie es die meisten nun mal sind, bevor das große Chaos ausbricht) Vor allem einer an dem man tatsächlich auch mal etwas lernen und ernsthaft in der Stunde aufpassen konnte. Und so blieb da nur die leise aber begründete Sorge, dass das womöglich wieder einmal nur die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm war. Um genau zu sein waren sie eigentlich auch mehr als nur ‘ein bisschen’ beunruhigt, sie waren beinahe ängstlich zu erfahren, was sie finden würden, wenn sie erst einmal die Klasse betreten und die Yamis treffen würden. Gestern hatten sich alle zu Hause die DVD's angesehen, die Kaiba für sie besorgt hatte, und heute sollten sie ihre Lehrerin treffen, um mal langsam mit den eigentlichen Proben anzufangen. Dafür fiel sogar die letzte Stunde aus, damit sie mehr Zeit hatten, um alle Fragen zu klären, die die Jungs vielleicht hatten. Und so wie sie Marik und auch Bakura kannten war die erste dieser Fragen sicher: “Wen darf ich in die Luft jagen!” Wenn Yami oder Bakura es sich nicht wieder anders überlegt hatten und nun doch nicht mitmachen wollten... Aber das war nichts was ein wohl-kalkulierter Dackelblick nicht wieder richten konnte... “Und, habt ihr euch den Film gestern noch angesehen? Wie haben die beiden es aufgenommen, dass sie ein Liebespaar spielen sollen? ” fragte ein neugieriger Joey grinsend, als er mit den beiden Hikaris durch die stille Schule ging. Alle anderen Schüler langweilten sich im Unterricht, aber keiner der drei hatte es momentan sonderlich eilig, als sie fröhlich plaudernd weitergingen. Joey wollte schon den ganzen Tag fragen, wie die beiden Streithähne reagiert hatten, als sie merkten, das Malik es wirklich ernst gemeint hatte und die beiden vor aller Augen einen auf verliebt machen sollten. Er währe wirklich zu gerne dabei gewesen, um ihre Gesichter zu sehen, aber andererseits war er froh das er es nicht war, den bei dem Temperament, das diese beiden Yamis hatten, konnte das mitunter ganzschön gefährlich sein. Und Yami war da kein bisschen besser als Bakura. Dank der neuen Lehrerin und ihrem Ergeiz ersparten sie sich wenigstens teilweiße den Unterricht, dafür mussten sie eben zu den Proben... Ab heute jedenfalls, es sollte langsam ernst werden, denn Mrs. Gandon wollte ihnen heute erklären, wie sie sich die ganze Sache eigentlich vorstellte. Yugi kratzte sich am Kopf, als er die Frage des Blonden vorsichtig beantwortete, während er versuchte, den Anblick eines stinksauren Puzzlegeistes in Worte zu fassen: “Na, ja, eigentlich ganz gut. Zumindest nachdem er aufgehört hat zu schreien und toben. Und auch noch in Sprachen, von denen ich nichtmal weiß ob es die gibt. Ich bin aber trotzdem verdammt froh, dass er die Lehrerin nicht im Telefonbuch gefunden hat, wer weiß, was er ihr angetan hätte... Und Bakura?” Auch der andere Hikari hatte so seine Probleme gehabt, seinen lebhaften Freund im Zaum zu halten: “Im Grunde auch erstaunlich gut... Hat zwar eine Weile gedauert, ihn zu überreden, aber er hat den Fernseher dann doch nicht einfach aus dem Fenster geworfen...” Joey kicherte:" Ja, genau das dachte ich mir irgendwie schon..." Yugi und Ryou sahen sich kurz an und mussten dann lächeln, als sie an den gestrigen Abend zurückdachten. Diese Reaktionen waren wirklich typisch für die beiden Geister: --------------------------- Flashback --------------------------- Bei Yugi und Yami: Yami war knallrot im Gesicht, während er aufgeregt im Wohnzimmer auf und ab tigerte: "ICH WERDE SICHER KEINE VERDAMMTE LIEBESSZENE MIT DIESEM NICHTSNUTZIGEN, DRECKIGEN, BESCHEUERTEN, HIRNLOSEN, CHARAKTERLOSEN, VERLAUSTEN IDIOTEN VOM EINEM STEHLENDEN VOLLTROTTEL MACHEN!“ “Yami, beruhig dich wieder, es ist nur ein Theaterstück!“ versuchte Yugi seinen Pharao zu beruhigen, aber der wurde sogar noch roter und sah aus als würde er jeden Moment wie ein Luftballon platzen. “BERUHIGEN? BERUHIGEN! Ich bin ruhig! Die sind verheiratet! Ich soll den vermaledeiten Dieb heiraten! Hast du das nicht gesehen? Wie kannst du da so ruhig bleiben! ICH! Der ehemalige Pharao von Ägypten! Soll Bakura heiraten! Einen gewöhnlichen Psycho-Dieb!“ “Ich hab‘s gesehen, Yami, aber du sollst doch nur so tun. Keiner sagt dass du wirklich hingehen und ihn Heiraten sollst! Und ich bin auch nur ein normaler Mensch, Yami!“ “Eben! Du bist normal, und hast keinen chronischen Dachschaden! Und außerdem du bist mein kleiner Yugi, das ist was ganz was anderes! ICH MUSS MIT BAKURA SPIELEN!“ Yami ließ sich einfach nicht beruhigen und Yugi saß da und kratzte sich am Kopf, während er versuchte, nicht mitzulaufen oder frustriert aufzugeben. Yami konnte aber auch stur sein, wenn er wollte! “Und diese bescheuerte Spinatwachtel, der werd ich zeigen was es heißt, mich zu beleidigen! Wie kann sie es wagen, diese vertrocknete, alte, überkandidelte, grenzdebile, gehirnamputierte Stümperin von einer Lehrerin! Ich sag dir, so was wie die sollte per Gesetz verboten werden. Zu meiner Zeit hätte es so was nicht gegeben, das man eine solche... Person... auf hilflose Schüler loslässt! Bei mir hätte die höchstens den Küchenboden schrubben können, aber mehr auch schon nicht! Aber auch nur, wenn ich gnädig bin und einen verdammt guten Tag hatte!“ Yami sagte noch mehr, aber Yugi war sich danach nicht mehr sicher, ob es wirklich Worte waren, oder ob der wütende Geist sich nur Luft machte, denn es war einfach nichts zu verstehen. Plötzlich fing Yami an, irgendetwas zu suchen, er räumte Schränke und Schubladen um, ohne auf Yugi zu hören, der ihn fragte was er jetzt wieder vorhatte. Triumphierend setzte sich Yami wieder zu seinem Hikari zurück auf das Sofa, als er anscheinend gefunden hatte, was er suchte: Das Telefonbuch. Yugi sah nur kopfschüttelnd zu, wie Yami neben ihm das dicke Buch verkehrt herum hielt und durchblätterte, anscheinend auf der Suche nach dem Namen und der Adresse von Mrs. Gandon. Aber da er weder lesen, noch überhaupt mit einem Telefonbuch umgehen konnte und es auch noch von verschiedenen Seiten hielt, hatte er natürlich keinen Erfolg. Und das frustrierte den ehemaligen Pharao natürlich noch mehr, und so fing er bald an, das Buch Seite für Seite zu zerreisen. “DU VERDAMMTES BUCH, SAG MIR ENDLICH, WAS ICH WISSEN WILL!!!!!“ Er stampfte auf dem Buch herum, während er die Seiten eine nach der anderen herausriss zu kleinen Stücken zerfetzte. Er wurde immer roter, als würde er gleich platzen, während die Fetzen in seinen Haaren hingen und er einen ‘leicht‘ psychotischen Blick bekam (Yami am Anfang der Serie, während er ein Spiel spielte *g*) Er brüllte wütend auf das Papier ein und sprang weiter darauf rum: „Siehst du, was passiert, wenn du nicht gehorchst?! Ich will wissen, wo die wohnt! Sag es mir, oder ich zerfetzte dich in der Luft, du verdammtes Buch!“ Und dann tat er genau das, während Yugi nur Kopfschüttelnd zuschauen konnte, wie der frühere Pharao tobte wie ein wilder Affe im Zoo... Am Ende sendete er das ganze Konfetti, das einmal das örtliche Telefonbuch gewesen war, ins Reich der Schatten, bevor er sich seufzend wieder hinsetzte. Mitfühlend klopfte ihn Yugi auf die Schulter: “Und? Fühlst du dich jetzt besser?“ “Hmmmm“ “Na siehst du! Und jetzt lach wieder, dann sieht die Welt gleich viel besser aus!“ strahlte der gutmütige Hikari seinen beleidigten Yami an. Je länger Yami in die violetten Augen seines Gegenübers schaute, desto schwerer fiel es ihn, schlecht gelaunt zu bleiben. Das hatte Yugi einfach so an sich. Langsam beugte er sich hinunter und küsste ihn, während er ihn auf seinen Schoß zog. Als sie sich wieder voneinander lösten, leckte Yami sich über die Lippen und flüsterte leise mit einem Lächeln: “Jetzt geht es mir wirklich besser!“ “Na, ist doch schön wenn ich dir helfen kann!“ kicherte Yugi, während Yami ihn fest knuddelte. Grinsend drückte Yami den Kleineren in das Sofa und beugte sich über ihn: “Was hältst du davon, wenn ich mache, dass es uns beiden gut geht?“ Und so wurde es für die beiden eine lange Nacht... -------------------------------- Flashback weiter ------------------------------- Bei Ryou und Bakura: Bei den beiden Albinos sah es nicht sehr viel besser aus als bei Yami und Yugi: "ICH BRING SIE UM! WIE KANN SIE ES WAGEN! ERST WILL SIE MIR VERBIETEN, MEINEN HIKARI ANZUFASSEN ODER IRGENDWIE MEINEN SPAß MIT IHM HABEN, UND DANN SOLL ICH DIESEN KITSCHIGEN SCHEIß SPIELEN? ICH DREH IHR DEN HALS UM! ICH WERD SIE UMBRINGEN! LANGSAM UND SCHMERZHAFT! UND DIESEN ARROGANTEN, SELBSTGEFÄLLIGEN, ANMAßENDEN, EINGEBILDETEN, HOCHMÜTIGEN, ÜBERHEBLICHEN, EITLEN GARTENZWERG VON EINEM PUZZLEGEIST GLEICH MIT! ICH WERD SIE BEIDE FOLTERN UND UMBRINGEN, HAST DU GEHÖRT?“ Ryou rieb sich die Ohren, während Bakura schreiend hin und her rannte: “Natürlich hab ich dich gehört, ich bin doch nicht taub! Bis jetzt! Und du bist weiß Gott laut genug. Aber schrei nur weiter, ich glaub in Australien hat dich jemand nicht gehört!“ Der Dieb funkelte den sarkastischen Ryou nur böse an und zeigte anklagend auf den noch immer laufenden Fernseher: “Aber du siehst das doch, oder nicht?! Die Heiraten! Und knutschen! Ich soll ein bescheuertes Mädchen spielen, die zu feige ist, ihre Meinung zu sagen oder einfach mit ihm abzuhauen! MIT YAMI!“ für einen Moment sah er sich das Ende an, mit den ganzen Kerzen, bevor er die Augen verdrehte. “Ich will das nicht sehen, da wird einem ja schlecht davon!“ und er nahm den Fernseher an einer Seite und versuchte ihn hochzuheben, aber Ryou schnappte ihn schnell beim Handgelenk und zog ihn weg. Nicht das er ihn wirklich aufheben könnte, denn Ryou hatte schon vor einer ganzen Weile alle möglichen Sachen und Geräte angenagelt oder festgeschraubt, damit sie nicht ‘aus Versehen‘ durch die Gegend flogen. Aber das wusste Bakura nicht. Das hieß zwar nicht, das die Sachen nicht Explodieren oder ins Reich der Schatten wandern könne, aber wenigstens konnte keiner damit herumschmeißen... “Ich schmeiß das Teil aus dem Fenster, wenn hier nicht gleich Ruhe ist mit dem Unsinn! Ryou, meine Ohren bluten schon von dem blöden Gefasel, da wird man doch weich im Hirn! Das ist doch nicht dein Ernst! Ich will nicht mit dem Pharao rumknutschen! Ich will lieber mit dir rumknutschen! Oder einem der anderen Hikaris, wenn‘s denn sein muss! Nur nicht mit Yami! Ich will nicht!“ Und in einem total untypischen Anfall von kindischem Zorn rollte er sich strampelnd und jammernd auf dem Boden herum wie ein verzogenes kleines Kind und schlug mit Armen und Beinen um sich, während er weiter schrie, sein normalerweise blasses Gesicht rot vor Zorn. “Ich will nicht! Ryou, komm schon, sei nicht so grausam, das ist Folter und du bist ein Hikari! Mein Hikari! Du kannst doch nicht wirklich wollen, das ich in ‘nem Kleid rumrenne und so geschwollen daherrede! Ich werde mich lächerlich machen! Du kannst mich nicht zwingen! Du kannst nicht! Du kannst nicht! Du kannst nicht!“ Ryou setzte sich einfach neben seinen tobenden Yami auf den Boden und kraulte ihn denn Kopf, bis er sich beruhigt hatte und ruhig dalag mit dem Kopf auf den Händen. Nur noch leises wimmern und murmeln war zu hören, während Ryou ihn einfach weiterstreichelte. “Und wenn ich Yami vorher umbringe? Dann kann er nicht auf der Bühne stehen, ich kann mir das Puzzle holen, ich kann mir Yugi holen, und vielleicht Malik gleich mit, Yami wird uns nicht mehr in die Quere kommen und ich hab auch meine Rache, das währ doch schön.“ “Natürlich, Bakura, ganz schön!“ flüsterte Ryou beruhigend, während der Grabräuber herumrutschte bis er mit seinem Kopf auf Ryous Schoß lag und geistesabwesend mit dem Millenniums-Ring um Ryous Hals spielte, als währe er von dem glitzernden Gold hypnotisiert. “So viele Sachen auf einmal, mit einem Schlag und nur für mich, alles meins. Meins, meins, meins...“ “Sicher, Bakura, alles deins.“ stimmte Ryou abwesend zu, während er weiter durch die weißen Haare knetete. Bakuras Stimme war jetzt leise, fast nur noch ein flüstern. “Und dieses Mal sorge ich dafür, dass er auch wirklich tot bleibt, und wenn ich die nächsten 100 Jahre neben seinem Grab aufpassen muss! Und wenn er doch versucht, wieder rauszukriechen, werd ich einfach mit einer Dampfwalze über seinen Kopf brettern!" vor Begeisterung wurde die Stimme des Diebes wieder etwas lauter, seine Augen begannen genauso zu funkeln, wie wenn er etwas Gemeines plante. “Klar wirst du das, Kura!“ “Voll drüber, hörst du! Damit er gleich wieder Platt ist! Platt wie eine Flunder, der wird nicht wiederkommen. Nie wieder! Dafür sorge ich schon, und dann hab ich gewonnen! Ich allein. Auf nimmer wieder sehen, König der Spiele!“ “Bestimmt, Bakura, da bin ich ganz sicher!“ “Und diese Lehrerin! Ich werd sie häuten und dann werd ich einen Schal aus ihr machen, und ich werd sie in klitzekleine Stückchen hacken und als Futter verkaufen, für Maliks bissige Haustierchen, und keiner wird es je erfahren! Aber vorher werd ich sie in kochendem Öl baden! In Öl, hörst du? Und den Schal, den kriegt Marik, der mag ihn sicher...“ “Aber klar doch, mein Dieb!“ “Hörst du mir eigentlich zu, Ryou?“ fragte Bakura doch langsam misstrauisch, da der kleinere Hikari ihm dauernd nur zustimmte und beruhigend vor sich hinsummte. “Sicher doch, Kura, alles klar...“ “Und ich bin ein Alien vom Mars, ich sehe eigentlich aus wie ein rosa Elefant und kann auch fliegen, wenn ich ‘La Paloma‘ rückwärts furze.“ “Natürlich...“ Bakura sprang auf und stürzte sich auf seinen Freund, der mit einem erschrockenen Quietschen rückwärts auf den Boden fiel. Bakura saß auf ihm drauf und grinste hinunter, seine schlechte Laune anscheinend vorläufig wieder vergessen: “Du hast überhaupt nicht zugehört, Hikari! Das muss ich leider bestrafen!“ Und damit kitzelte er seinen Freund, bis diesem vor Lachen die Luft wegblieb und er mit roten Wangen aufgab. “Das kommt davon, wenn du mich nicht genügend beachtest! Du weißt doch, dass ich ganz, ganz viel Aufmerksamkeit brauche, um zufrieden und glücklich zu sein...“ schnurrte Bakura verspielt und funkelte verlangend hinunter, während er seine Finger wieder auf Wanderschaft schickte, nur dieses Mal mit einer anderen Absicht. ------------------------------------------- Flashbacks Ende. (1) ---------------------------------------- Wenn man es recht bedachte, hätte es sehr viel schlimmer ausgehen können , und eigentlich hatten sie sogar mit wesentlich mehr Widerstand gerechnet, als Yugi und Ryou die beiden Yamis am Morgen aus dem warmen Bett warfen, und sie mit viel zu viel guter Laune anstrahlten. Aber die beiden Yamis waren sogar freiwillig mit in die Schule gegangen, doch seitdem waren beide spurlos verschwunden, und auch Marik war unauffindbar verschollen. Er und sein Hikari wurden am Vortag erst spät am Abend befreit, als Ishizu sich Sorgen gemacht hatte, als ihr kleiner Bruder am Abend noch nicht nach Hause gekommen war. Sie hatte befürchtet, dass dieser Psycho von einem Freund ihren kleinen Bruder mal wieder in Schwierigkeiten gebracht hatte. Nicht das Malik das nicht auch allein könnte, aber das war nicht der Punkt. Also hatte sie sich missmutig auf die Suche nach den Beiden gemacht, nur um ihren Bruder und seinen Yami nackt von einem Fahnenmast vor der Schule baumeln zu finden! Nach einer ganzen Weile von Lachen und Schreien hatte sie die beiden dann endlich heruntergeholt und sich die Geschichte genau erzählen lassen, was sie erst wieder zum Lachen brachte. Danach hatte sie ihnen noch die Meinung gesagt, was das ärgern von Freunden anging. Denn ihrer Meinung nach hatten die Beiden diese Strafe sehr wohl verdient, und noch viel mehr, und das machte sie ihnen auch deutlich klar. Wenn sie schon so was machten, sollten sie wenigstens nicht den armen Ryou auch noch mit hineinziehen, das hatte er nun wirklich nicht verdient, wo er doch niemanden was böses konnte. Genau wie Yugi. Warum musste ausgerechnet ihr Bruder der einzige Hikari sein, der aus der Reihe tanzte und einen an der Waffel hatte?!... Plötzlich kam ihnen ihre Lehrerin entgegengelaufen, ganz blass im Gesicht und mit angstgeweiteten Augen, die Haare waren zerrupft und die Kleidung war zerknittert und sogar einige Risse waren zu sehen. Die drei Jungs fragten sie besorgt, was denn passiert war, aber sie konnte ihnen keine Antwort geben, weil sie scheinbar unter Schock stand. Sie schien sogar durch die Jugendlichen durchzusehen als ob sie durchsichtig währen, und der Angstschweiß stand ihr auf der Stirn. Sie war schneeweiß und zitterte als währe es tiefster Winter und sie hätte nur Sommersachen an... Ihr Mund bewegte sich die ganze Zeit, aber es kamen keine zusammenhängenden Sätze heraus. Alles was sie verstanden war, das sie etwas von Krankenschwester murmelte, während sie sich an der Wand festhielt und weitertorkelte, ohne die drei zu beachten. Sie bemerkte nicht einmal, als der Gang zu Ende war und eine Ecke kam, denn sie währe fast hingefallen, als die Wand plötzlich weg war und unter ihrer Hand nur Luft war. Sie fing sich gerade noch und schlurfte weiter. Yugi, Ryou und Joey sahen ihr nur verwundert nach, bevor sie vor der Klasse stehen blieben und einen Blick durch das Fenster in der Tür warfen. Drinnen saßen Yami, Bakura, Malik, Marik und Seto mit einem ernsten Gesicht um einen Tisch herum und schienen sich über irgendetwas zu unterhalten. Zum ersten Mal schienen sie sich alle miteinander zu Unterhalten, ohne sich gegenseitig irgendwelche Beleidigungen an den Kopf zu werfen, mit dem Leben zu Bedrohen oder die Vernichtung der Anderen zu planen. Aber irgendwas hatten sie vor, und das konnte nichts Gutes sein, wenn man bedachte, wer da drin saß... Es deutete aber nichts auf das hin, was gerade erst passiert sein musste, was die Lehrerin so aus der Bahn geworfen hatte. Aber irgendwas hatten sie sicher angestellt, auch wenn man ihnen nichts anmerkte. Das währe nicht das erste Mal das sie einen auf Unschuldig machten, selbst wenn alles gegen sie sprach... Denn sie schienen auch sehr zufrieden mit sich zu sein, soweit die beiden Hikaris es von ihren dunkleren Hälften spüren konnten, so als hätten sie etwas Wichtiges erledigt, das ihnen schon lange auf der Seele lag. Und dreimal darf man raten, was, oder besser noch wer, das war... “Leute, wollen wir da wirklich rein?” “Von wollen kann eigentlich gar keine Rede sein!” “Früher oder später müssen wir aber rein. Da bleibt uns nichts anderes übrig!” Ängstlich versuchten sie, ihren ganzen Mut zusammenzukratzen, während die 5 Leute da drin weiterdiskutierten, ohne das sie ihre Zuschauer bemerken. Kaiba sah aus als währe er in einer seiner Konferenzen, ganz korrekt und ernst saß er da mit einem professionell kalten Gesichtsausdruck, geraden Rücken und übereinander geschlagenen Beinen. Ein bisschen steif sah er allerdings aus, so als hätte er einen Besen verschluckt, anders konnte Joey es nicht erklären. Braune Augen verfolgten jede seiner Bewegungen genau, ohne dass Joey es wirklich bemerkte oder das es ihn sonderlich störte. Neben Kaiba lümmelte Bakura in seinem Sessel mit einem Bein über die Armlehne hängend, halb sitzend und halb liegend, und neben Kaiba wirkte er fast nachlässig und schlampig. Es machte fast den Eindruck, als ob ihn nicht wirklich zu interessieren würde, was gesagt wurde, und er jeden Moment einschlafen würde. Neben ihm und ebenfalls mit dem Gesicht zur Tür saß Yami, einen Fuß hatte er auf seinen Sessel gestellt, den Ellbogen auf dem Knie aufgestützt und das Kinn in die Handfläche gelegt. Irgendwie aber schaffte eures gleichzeitig gelangweilt UND aufmerksam zu wirken, als würde er jede einzelne Bewegung um ihn herum bemerken, hätte es aber nicht nötig, sie zu beachten. Den beiden gegenüber und mit dem Rücken zur Tür saßen Marik und Malik, beide knieten auf ihren Sesseln, und Marik versuchte gleichzeitig, auf den Tisch zu schauen und Malik zu knuddeln, der aber immer wieder ausweichen konnte. Seine bösen Blicke wurden jedes Mal mit einem frechen Grinsen beantwortet, und einmal lehnte sich der Verrücktere der Beiden auch zu seinem Hikari hinüber und schleckte ihn einfach über die Wange ab als währe er ein Lutscher. Plötzlich aber hörten sie Marik begeistert rufen: “Und da, da muss dann was explodieren! Aber laut! Wie in dem Film! BUMMM!” und das selbst noch durch die geschlossene Türe. Sein Hikari schüttelte nur den Kopf, als sein Freund begeistert auf etwas am Tisch zeigte und auf und ab zappelte, das es ein Wunder war, das der Sessel nicht einfach unter ihm zusammenbrach. Die drei Zuschauer vor der Türe sahen sich, nun deutlich blasser als vorher, zweifelnd an: “Okay, wer ist für später?” Die beiden anderen stimmten, erleichtert über den einstweiligen Aufschub, zu: ”Wir werden noch früh genug erfahren was die vorhaben. Leider.” Also beschlossen sie, erstmal zur Krankenschwester zu gehen und nach ihrer Lehrerin zu sehen, um etwas Zeit zu schinden. Irgendwie hatten sie ja den unguten Verdacht, dass ihre Freunde etwas mit ihr gemacht hatten, schließlich war sie ja aus dieser Richtung gekommen, und sie sollte ja schon mit dem Unterricht angefangen haben, selbst wenn nicht alle da waren. Und drei Yamis mit dieser Frau alleine, das konnte nicht gut gehen. Denn Malik oder Kaiba hatten sich sicher nicht überschlagen, um ihr zu helfen bei was auch immer ihr Problem gerade war... Besorgt standen sie jetzt also vor der Türe des Schularztes und sahen sich zweifelnd an, bevor Yugi sich ein Herz fasste und leise an die Türe klopfte. Die Krankenschwester machte ihnen auf und lächelte sie freundlich an. "Und was kann ich für euch tun, Kinder? Ist jemand verletzt? Oder Krank? Doch nicht noch mehr Halluzinationen, oder? Gestern die haben gereicht." "Nein, nein, keine Sorge, wir sind in Ordnung. Wir wollten nur nach Mrs. Gandon sehen, sie hat vorher nicht so gut ausgesehen, und wir wollten nur fragen, ob alles okay ist." erklärte Ryou, und Joey nickte zustimmend: "Ja, und außerdem wollten wir nicht zum Nachsitzen gehen!" "Joey!" "Was? Ist doch wahr, weiß der Teufel was da drin vorgeht! Vor denen hat doch selbst der Teufel noch Schiss." "Trotzdem ist das nicht nett!" Schmollend verschränkte der Blonde die Arme vor der Brust und drehte sich beleidigt weg: "Da sagt man mal, wie es ist, und dann das!" Yugi klopfte ihn beruhigend am Arm: "Komm schon, nicht böse sein! Du weißt wir meinen es nicht böse, aber es klang einfach nicht sehr nett." versuchte er zu erklären und sah ihn mit großen Augen bittend an. Hartnäckig versuchte er es, aber er konnte diesem Blick genauso wenig widerstehen wie es sonst jemand konnte. "Okay, schon gut, aber schau mich nicht so an..." seufzte er geschlagen, und der Kleinere strahlte ihn an. “Schön, dann ist ja alles wieder gut.” klatschte er zufrieden in die Hände, bevor sie sich Wichtigeren zuwandten. Leise näherten sie sich dem Bett, auf dem die Lehrerin ausgestreckt dalag. Sie sah zwar nicht mehr ganz so blass aus wie vorhin auf dem Gang, aber gesund war ihre Farbe immer noch nicht. "Wir haben ihr ein starkes Beruhigungsmittel gegeben, aber macht es trotzdem kurz, sie braucht jetzt etwas Ruhe! Und regt sie um Gottes Willen nicht auf.” “Aber was fehlt ihr denn eigentlich?” “Nichts, aber ich glaube, sie steht kurz vor einem massiven Nervenzusammenbruch, sie darf sich auf keinen Fall aufregen.” Als sie Ryou und Yugi sah, zuckte die Lehrerin kurz erschrocken zusammen, aber dann erkannte sie sie anscheinend und entspannte sich etwas, ohne sie allerdings aus den Augen zu lassen. Misstrauisch beobachtete sie die beiden Hikaris, als könnten sie doch jemand anders sein als sie vergaben und würden sich jeden Moment in jemand anderen verwandeln. In ihre Yamis zum Beispiel. Trotzdem zitterte sie ununterbrochen, als währe es eisig kalt im Zimmer, während sie leise vor sich hinmurmelte: "Ich habe Dinge gesehen, schreckliche Dinge, Dinge die es gar nicht geben kann. Da waren weiße Drachen, riesige Monster die uns alle fressen werden. Sie kommen, ich weiß es denn ich habe sie gesehen. Ich habe nichts getan, wirklich nicht, ich bin unschuldig, das müsst ihr mir glauben." murmelte sie, während ihre Augen wieder durch die Anwesenden durchzusehen schienen, als sie an das kürzlich geschehene Grauen zurückdachte. Sie hatte schließlich wirklich nichts getan, was falsch gewesen sein konnte, und so verstand sie auch nicht, womit sie das verdient hatte: Sie war nur wie immer fröhlich und gut gelaunt in die Klasse gekommen, nur um zu erfahren, das noch nicht alle da waren, die da sein sollten. Und das obwohl sie sich doch mit den Lehrern der Schüler abgesprochen, dass sie sie schon eine Stunde früher brauchte. Sie hatte das dringende Gefühl, dass sie wirklich sehr viel mit ihnen arbeiten musste, damit das kein Reinfall wurde, und jede Minute, die sie zum Proben hatten war auch bitter nötig. Und dann kam sie herein und es waren nur Marik, Malik, Kaiba, Yami und Bakura da! Zur Begrüßung hatte sie dann Bakura, der wie immer finster vor sich hinstarrte, freundlich aufmunternd durch die Haare gewuschelt. "Na, freust du dich schon? Ich bin sicher, du wirst absolut hinreisend und süß aussehen in deinem Kostüm. Ihr beide passt so toll zusammen“, und sie wuschelte auch in Yamis Frisur herum, und ignorierte auch dessen Knurren gekonnt, "Ich kann’s kaum erwarten, euch zu sehen, ganz verliebt und ein Herz und eine Seele, und ihr werdet ein absolut Süßes und Glanzvolles Liebespaar sein. Und die Kostüme erst, überall Rüschen und Spitzen und Stickereien und deine Haare, mein lieber Bakura" und sie fingerte schon wieder in den weißen Strähnen herum “da machen wir Locken, so richtige süße Ringellöckchen, und ihr kriegt beide ganz viel Glitzerzeugs in die Haare, und ich werde euch beide ganz hinreisend schminken. Zuckerlfarben passen dir sicher gut, ich weiß nur noch nicht, ob rose oder babyblau oder...” und sie drehte Bakuras Kopf hin und her, konnte sich aber trotzdem noch nicht entscheiden. “Ist ja jetzt auch egal, du wirst so oder so auch absolut entzückend aussehen neben Yami als seine Braut!” Und damit drehte sie sich fröhlich und blind für die tödlichen Blicke ihrer ’süßen’ Stars zu Kaiba um, um auch ihn über ihr Vorhaben in Bezug auf seine Person aufzuklären: “Und dir werden wir eine Perücke aufsetzten, mit leicht ergrauten Haaren, und viel Liedschatten, und Lippenstift, das geht wohl nicht anders und wir werden sicher irgendwie ein Kleid in deiner Größe auftreiben, und dann machen wir eine entzückende feine Dame aus dir. Und wir müssen eure Kleider natürlich vorne auspolstern, schließlich sollt ihr noch weiblicher aussehen. Ihr werdet sehen wie gut euch das stehen wir, jeder wird euch sagen, wie hübsch ihr seid.” Damit drehte sie sich zu Marik um und sah sich seine gestachelte, wilde Haarpracht kritisch an: “Aber bei dir müssen wir auf jeden Fall etwas ändern, kein Priester der Welt läuft mit solchen Haaren herum. Vielleicht sollten wir sie schwarz färben, das Blond passt mir gar nicht in mein Konzept. Und dann werde ich dich auch einmal mit einem Ding bekanntmachen, das nennt sich Haarbrüste. Du siehst nicht aus, als würdest du das kennen, aber keine Sorge, ich mach das schon, überlass nur alles mir. Oder vielleicht machen wir auch nur ein paar schwarze Strähnen hinein, wie bei unserem lieben, kleinen Yamilein, nur umgekehrt. Wenn wir schon bei Frisuren sind, ich denke Yugis werden wir auch ändern, es passt nicht so gut wenn zwei Leute die gleiche Frisur haben. Und Ryous werden wir vielleicht einfach abschneiden... Mal sehen was sich da machen lässt... Und was deine Haare angeht...” und dieses Mal zupfte sie an Malik herum “ vielleicht ein paar bunte Strähnen, oder auch Zöpfe, das währe vielleicht auch eine Abwechslung. Ja, ein paar kleine Zöpfe sind besser, vielleicht in grün, blau oder orange, das wirkt nicht so langweilig wie dieses eintönige, fade gelb...” Und als nächstes geschahen dann plötzlich diese ganzen seltsamen Dinge. Schlagartig wurde es dunkel im Raum. Aber es war nicht einfach nur dunkel, sondern so rabenschwarz, sie sah nicht einmal die eigene Hand vor Augen. Egal in welche Richtung sie sich auch drehte, es war überall das Gleiche, und langsam machte sich dann doch die Panik breit. Vorsichtig machte sie einen Schritt nach vorne? hinten? sie konnte es nicht sagen, aber hoffentlich war die Tür in dieser Richtung. Ein leichter, goldener Schimmer war irgendwo zu ihrer Rechten zu sehen, und sie drehte sich in diese Richtung. Seltsam. Sollten da nicht eigentlich Möbel im Raum sein? Aber seltsamerweise stieß sie nirgends an, als sie auf das goldene Leuchten zustolperte. Ein Schatten wurde sichtbar und dunkelrote Augen funkelten wie zwei glühende Kohlen aus den tiefsten Tiefen der Hölle. “Du hast also Pläne für Aibou?” fragte eine dumpfe, tiefe Stimme, und sie drehte sich weg, nur um zu merken, das sie umzingelt war. Zwei weitere Schatten leisteten dem ersten Gesellschaft, beleuchtet nur von diesem seltsamen, goldenen Licht, der von ihnen selbst auszugehen schien und sie leicht beleuchtete, und die Schatten rundherum noch tiefer wirken ließ. “Fass meinen Hikari-Pretty an und ich werde dir sehr wehtun!” fauchte der größte Schatten, und der dritte fing an, drohen zu lachen. “Wenn ich’s recht bedenke, werden wir das so auch. Keiner vergreift sich an Ryous Haaren!” Das Leuchten wurde stärker, schien die Form eines Auges im Zentrum zu haben, und auch das Kichern und Lachen schien näher zu kommen, schien sie einzuhüllen und von unsichtbaren Wänden abzuprallen. Die unheimlichen Geräusche wurden lauter, wahnsinniger, bis man sie kaum noch als menschlich bezeichnen konnte. “Können wir dann anfangen, oder wollt ihr hier übernachten?” wurden die drei plötzlich unterbrochen von einer kalten, genervten Stimme, und Mrs. Gandon wusste nicht ab sie erleichtert sein oder sich noch mehr fürchten sollte. Ein lautes ‘Wrack’ erklang plötzlich hinter ihr, etwas schien zu Boden zu fallen, und dann erklang ein empörtes “Aua! Malik! Wie fies!” “Was?! Mach hin oder vergiss es, aber lass diesen Blödsinn!” “Aber Malik, das ist doch der halbe Spaß daran!” kam Bakura dem gefallenen Marik zu Hilfe “Genau, das ist eine Kunst! Da muss man sich Zeit für nehmen!” mischte sich auch Yami ein und stellte sich ebenfalls neben Marik, während es deutlich heller wurde und alte, graubraune Steinziegelwände waren zu sehen. “Ach, und seit wann seid ihr drei Freunde?” fragte Kaiba sarkastisch, während er und Malik den drei Yamis gegenüberstanden. “Sind wir nicht, aber wo er recht hat, hat er recht!” “Genau, wir sollten uns ausgiebig Zeit nehmen, nach allen was sie getan hat!” “Sie hat mich süß genannt!” “Und sie will mir Löckchen machen!” Für den Augenblick vergaßen sie sogar die zitternde Lehrerin, die sich gerade fragte, ob sie vielleicht eingeschlafen war und nur einen Albtraum hatte. Oder ob sie wirklich tot und in der Hölle war. “Ähmmm Verzeihung?!” versuchte sie vorsichtig, die Aufmerksamkeit ihrer ‘Schüler’ auf sich zu ziehen. Böser Fehler. Alle 5 drehten sich zu ihr um. Ganz böser Fehler “Was machst du eigentlich noch da! Solltest du nicht rennen? Die wollen die umbringen! Und nicht auf die schmerzlose Art!” erklärte Kaiba ihr sachlich, als währe das etwas ganz alltägliches. Was es wahrscheinlich auch war. Und den Teufel würde er tun und sie aufhalten, nachdem sie ihn in ein Kleid stecken will! Er wollte es nur schnell hinter sich haben. Yami, Bakura und Marik grinsten erfreut: ”Genau! Soll sie doch rennen, das ist eine gute Idee!” “Ja, dann können wir sie jagen!” Mit einem erschrockenen Quietschen drehte sie sich um und rannte durch feuchte Gänge, die nur durch Fackeln erleuchtet wurden. Irgendwo vor ihr hörte sie auf einmal eine Art fiepen und schnurren. "Und dann waren überall diese braunen, flauschigen runden Dinger, total süß eigentlich, doch dann haben die auf einmal ganz böse geknurrt!" erzählte sie mit weit aufgerissenen Augen weiter, während sie an die vielen Kuribos dachte, die plötzlich den ganzen Gang verstopft hatten, sodass sie in eine andere Richtung rennen musste, auch wenn hinter ihr wieder das wahnsinnige Lachen und stampfende Schritte klangen. “Aber das war bei weitem noch nicht Alles, im Gegenteil, da fing es erst an: Da war ein komischer Mann in Rüstung, der hatte einen langen Stab und schwebte über dem Boden, und ganz in lila und schwarz gekleidet. Und ein lachendes blondes Mädchen in rosa und blau, ebenfalls mit einem Stab und über den Boden schwebend.” Die beiden waren Magier waren wie aus dem Erdboden vor ihr aufgetaucht, gerade als sie wieder um eine Ecke lief, nur weg von dem knurrenden braunen Fellkugeln. “Und ein paar weiße Drachen waren da, die waren ganz unheimlich mit kalten blauen Augen, die mich hungrig anfunkelten. Und dann war da ein anderer Drache, ganz in rot und er hat fürchterlich gebrüllt und hatte zwei großes Mäuler! Zwei! Man stelle sich das vor! (Slifer the Sky-Dragon)” Die Drachen schienen zusammenarbeiten und jagten sie brüllend durch das Labyrinth, versperrten ihr Wege oder flogen über ihr herum, bis sie in eine Sackgasse kam und sie nicht weiterkonnte. Keuchend sah sie zu, wie Slifer genau vor ihr schwebte und alle beiden Mäuler aufriss, damit sie einen guten Blick auf jeden einzelnen spitzen Zahn hatte. Sie machten sich anscheinend bereit, anzugreifen und brüllten fürchterlich, und Mrs. Gandon warf die Arme vor das Gesicht und konnte nicht mehr tun als zu warten. Doch der Angriff kam niemals. Plötzlich verschwanden sie mit einem einfachen ‘Puff’ und einer Rauchwolke... “Und dann war da auch noch etwas das wie ein gelbes Metallvogel-Drachen-Ding ausgesehen hat (Winged Dragon of Ra) und ein großes blaues Ungeheuer (Obelisk the Tornamentor), und dann ist da auch eine kopflose Ritterrüstung herumgerannt, und noch viel mehr!” Erleichtert über das spurlose verschwinden der Drachen atmete sie auf. Nahmen diese Gänge denn nie ein Ende? Wie konnte dieses Labyrinth so groß sein, sie war doch immer noch in einer Schule? Aber noch bevor sie weiterjammern konnte, tauchte der Drache des Ra über ihr auf, und er hatte Gesellschaft. Und die ganze Zeit war dieses unheimliche Lachen zu hören, während sie weiter um ihr Leben lief und versuchte, nicht wieder in Sackgassen zu geraten oder in eines der am Boden befindlichen Löcher zu fallen. (Sorry wenn ich die Karten beim falschen Namen nenne, aber ich habe nur wenige Mangas, und die Serie hab ich auch nur vereinzelt gesehen. Und hauptsächlich von den ersten Folgen, als Yami selbst einfach nur psycho war...) “Es war einfach fürchterlich, wie ein Alptraum, ein Horrorfilm der war wird! Da waren auch Hüte und blaue Geister und schwarze Löcher im Boden und riesige Käfer und Skelette und Bretter mit Buchstaben und noch andere Sachen, die sind einfach nur so ganz von allein durch die Gänge geschwebt und gehüpft! Und die sind alle auf mich zugekommen und um mich herumgeschwirrt und dann waren schwarze Kugeln überall in der Luft, und es wurde Feuer gespuckt und Licht. Und auf einmal sind die Wände selber geschmolzen, und die Schritte haben mich eingeholt, gerade als sich ein Nebel ausgebreitet hat wie in einem Sumpf, und ich habe nichts mehr gesehen! Und der Nebel selbst schien auf einmal Gestalt anzunehmen, und überall waren Zähne und Klauen und fürchterliches Lachen... Sie haben mich noch weitergejagt, das schwöre ich, sie waren da. Sie wollen uns alle fressen! Ich war da! Es waren Stunden, die ich da gelaufen bin, auch wenn das nicht sein kann, ich bin ewig durch diesen dunklen Alptraum um mein Leben gelaufen...” (Hey, die haben doch gesagt, dass sie’s langsam machen...) Bevor sie noch weiter erzählen konnte, kam die Krankenschwester wieder auf sie zu gerannt und scheuchte die Jugendlichen hinaus. “Tut mir leid, aber sie kann jetzt nicht weiter mit euch reden, ihr hört ja, was sie sich einbildet...” Sie hatten ohnehin genug gehört, um zu wissen, das das keine Halluzinationen waren, sondern die Duell Monster ihrer Freunde, die mal wieder maßlos übertrieben und die arme Frau fast zu Tode erschreckt hatten. Seufzend verließen die drei das Krankenzimmer, als die Krankenschwester ihnen noch nachrief: "Ihr solltet jetzt zurück in die Klasse, sicher werdet ihr irgendwo erwartet, oder nicht? Und bitte sagt niemanden was von ihrem Nervenzusammenbruch, das währe nett..." Im hinausgehen hörten sie die arme Lehrerin noch nachrufen: “Ihr müsst die Jungs retten, bevor diese Monster sie fressen oder sonst was machen! Die Drei (Yamis) haben ausgesehen als wären sie vom Teufel besessen, haben so gelacht, wer weiß was ihnen passiert ist, ihr müsst sie retten, sie sind in großer Gefahr!” Und sie fing an, sich im Bett hin und her zu wälzen, bevor sie ein Beruhigungsmittel bekam, das sogar einen Elefanten umgehauen hätte. Yugi und Ryou sahen sich im hinausgehen kurz an. Die Yamis und in Gefahr? Die sind doch selbst die größte Gefahr für die Allgemeinheit! “Und dann sitzen die auch noch seelenruhig rum und reden als währe nichts gewesen...” Und so blieb ihnen letzten Endes doch nichts anderes übrig, als in diese Klasse zu gehen, in der drei Yamis, ein Hikari und ein Firmenchef höchstwahrscheinlich etwas unbeschreiblich fürchterliches planten, wofür sie selbst später sicher noch Ärger kriegen werden... “Das die aber auch nie wissen, wann es genug ist...” murmelte Joey kopfschüttelnd, als er an all die Monster dachte, die in dem kleinen Raum gewesen sein mussten, wenn jeder der Drei seine Lieblingsmonster gerufen hatte. Und einige davon waren ganzschön groß... “Ich wette das wissen die schon, es ist ihnen nur egal.” Ryou fuhr sich durch die Haare während er leicht grinsen musste. Irgendwo hatte sie es auch ein bisschen verdient, wenn sie ihm die Haare schneiden wollte. Bakura liebte es schließlich, die Hände in den langen Strähnen des kleineren Hikaris zu vergraben, das hatte er ihm oft genug gesagt. Zusammen mit etlichen anderen Dingen, worauf er etwas rot anlief. Als Joey das merkte zog er eine Augenbraue fragend hoch, erhielt aber nur ein Kopfschütteln als Antwort. Ryou wollte wirklich nicht sagen, woran er gerade dachte. “Aber wenn man es recht bedenkt hatte sie noch eine Menge Glück!” warf Yugi ein, worauf ihn die anderen Beiden einen verwunderten Blick zuwarfen. “Du nennst einen Nervenzusammenbruch im Krankenzimmer Glück?” “Na überlegt doch mal, was sie alles machen wollte mit uns und den anderen, wie sie uns herrichten will und auch wie sie Yami und Bakura immer wieder als süß bezeichnet hat! Und sie hat eigentlich trotzdem noch so halbwegs ihren Verstand beisammen. Yami hat ihr keinen ’Mind-Crush’ verpasst! Sie ist auch keine neue Spielkarte von Bakura oder eine geistlose Marionette von Marik. Und ich glaube auch nicht, das Kaiba sie bis jetzt finanziell ruiniert hat, und es sieht auch nicht so aus als währen irgendwelche angeheuerte Killer hinter ihr her. Und im Reich der Schatten ist sie auch nicht. Wenn man bedenkt, mit wem sie da geredet hat, hatte sie verdammt viel Glück!” Für einen Moment blinzelten die Freunde bei dieser Erklärung, mussten dann aber zugeben, das der Kleine recht hatte, wenn man es aus dieser Sicht betrachtete. Vielleicht war es doch nicht ganz so furchtbar wie es auf dem ersten Blick den Anschein hatte. Übertrieben vielleicht, aber dieses Mal, so beschlossen die Beiden Hikaris, würden sie einfach gar nichts dazu sagen und es ignorieren, als wüssten sie von nichts, schließlich mussten sie zugeben, das sie selbst schuld war. Wieder vor der gefürchteten Tür angelangt, fiel ihnen ein großes Warnschild auf, das sie vorher anscheinend übersehen hatten, und das nicht gerade zu ihrer Beruhigung beitrug: Krisensitzung! Wer stört stirbt! Köter werden erschossen! Sehr Liebenswert. Wie es aussah waren die da drin noch immer mit ihrer so genannten Besprechung beschäftigt. “Ich dachte, eine Krisensitzung ist normalerweise dazu da, Katastrophen zu verhindern, und nicht um sie zu planen und auszulösen!” “Wann waren die denn je normal? Die sind doch der Hauptgrund, warum überhaupt so viele Verrückte in dieser Stadt rumrennen!” Durch das Fenster in der Türe konnten sie sehen, wie Yami und Bakura plötzlich anfingen zu streiten. So schnell waren Frieden und Einigkeit zwischen den beiden Yamis also dahin. Sie konnten nicht verstehen, was eigentlich das Problem der beiden war, aber das war auch nicht nötig. Irgendwas war schließlich immer. War ja nicht so, dass der Dieb und der Pharao einen Grund brauchten, um sich zu streiten... Malik rief grinsend etwas dazwischen, und die beiden schrieen ihn daraufhin zusammen an. Bis Marik seinem Hikari zu Hilfe eilte, indem er sich quer über den Tisch auf die beiden anderen Yamis stürzte und sie samt Stühle nach hinten zu Boden warf. Wo sich alle drei wild am Boden wälzten und sich gegenseitig kratzten und bissen, angefeuert von einem begeistert auf und abhüpfenden Malik, der wild grinsend klatschte und nach mehr schrie. Zumindest solange bis sein Stuhl unter ihm zusammenbrach. Diese Dinger waren einfach nicht dafür geschaffen, dass man sie als Trampolin benutzte, und er blieb halb in den Trümmern stecken und ruderte mit den Armen herum, während seine Füße feststeckten. Aber Kaiba hatte bald genug von dem unsinnigen Schauspiel und schlug ungeduldig mit der Faust auf den Tisch, worauf sie mitten in der Bewegung erstarrten und ihn alle erschrocken ansahen, bevor sie sich brav wieder zurück an ihren Platz am Tisch setzen. Marik befreite seinen Freund und versuchte ihn zu überreden, sich auf seinen Schoß zu setzen anstatt sich einen anderen Stuhl zu hohlen, hatte aber keinen Erfolg damit. Malik schüttelte seine wandernden Finger ab und steckte ihm die Zunge heraus, wich aber aus bevor Marik... na ja, die Situation ausnutzen konnte. Alle warfen sich böse Blicke zu, und Ryou und Yugi mussten über ihre Yamis lächeln: “Ein bisschen ist das ja schon wie im Kindergarten” grinste Yugi, als ihre beiden Yamis schmollten. Nur würden sie das natürlich nie zugeben würden, und jeder, der das behauptete, riskierte sein Leben und seine geistige Gesundheit. “Du hast mir meinen Teddy weggenommen!” synchronisierte Yugi, als Yami mit böse zusammengekniffenen Augen wieder etwas in Richtung Bakura zischte. “Nein hab ich nicht, du lügst!” machte Ryou auch noch mit, als Bakura den Mund aufmachte, während beide anscheinend versuchten, Kaiba nicht auf sich aufmerksam zu machen. Sie bemerkten dabei gar nicht, dass sie damit keinen Erfolg hatten und sie sich wieder eiskalte Blicke von ihm zuzogen. Vor der Tür schmollten sich Yugi und Ryou an, sahen drein als würden sie gleich heulen und waren gleichzeitig am Tauziehen-Spielen um ein unsichtbares Stofftier. In der Klasse liefen die beiden Yamis langsam dunkelrot an vor Wut. “Hast du wohl, du bist sooo fies, mit dir will ich nie, nie wieder spielen!” “Ich wollte sowieso nicht auch mit dir spielen, bäääähhhh!” “Ich will aber meinen Teddy wiederhaben!” “Kriegst du nicht, kriegst du nicht...” Joey konnte sich vor Lachen kaum mehr auf den Beinen halten und hielt sich kichernd den Bauch und auch die Hand vor den Mund, während die beiden Hikaris den Streit ihrer dunkleren Hälften mit einer schmollenden Kleinkinderstimme neu vertonten. Was auch immer dieses Mal der Auslöser für den Streit war, die beiden Ägypter fanden es lustig, und Kaiba ließ den Kopf auf den Tisch knallen vor Frust und Verzweiflung. Wie konnten normale Menschen nur soviel streiten!? Ein paar tausend Jahre alt, und sie verhielten sich wie kleine Kinder... |
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